Es wird immer wieder mal darüber gesprochen das geschriebener Code sauber, portierbar und vor allem dokumentiert sein soll. Oft sieht die Praxis leider anders aus. Dabei mangelt es nicht an guten Vorsätzen, es scheitert am Zeitdruck, den man sich selber auferlegt. Tatsächlich spart das Entwickeln eigener Codekonventionen in der Zukunft viel Zeit und die Einarbeitung der Teamkollegen schrumpft um ein Vielfaches. Woher kommt also dieser Spaghetticode, der uns tagtäglich den letzten Nerv raubt und den Spaß an der Entwicklung nimmt?
Meist ist es das Zeitproblem, man entwickelt an einer kniffligen Stelle und klatscht den dafür benötigten Code mal schnell hin. Dummynamen werden erfunden und HTML-Elemente werden mit dem style-Attribut erweitert um mal eben schnell eine DOM-Manipulation mit jQuery zu entwickeln. Das Ergebnis kann sich sehen lassen und der temporärer RestCode bleibt wie er ist. Hmm, doof! Ein halbes Jahr später…
Solche Verhaltensweisen lassen sich leider nie ganz eliminieren, allerdings kann man Schadensbegrenzung betreiben, in dem man sich selbst bzw. seinem Team eine einheitliche Konvention für seine Programmierungen auferlegt. Dabei braucht man sich nicht internationale Standarts aneignen oder einen Spion bei Google oder Amazon einzuschmuggeln, um deren Programmierstil auszuspähen, es reicht völlig mal seinen eigenen Stil auf den Tisch zu legen und zu schauen, welche Arbeiten sich immer wieder wiederholen und wie man einheitliche Regeln schaffen kann.
- Part 1 dieser Artikelreihe liefert einige Denkansätze für das Schreiben von HTML und CSS
- Part 2 denkt mal offen über jQuery und den Einsatz von Plugins nach
- Part 3 liefert Ansätze für Javascript, exemplarisch für andere Programmiersprachen
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